Luisenpark mit neuen Attraktionen
Maskottchen „Anton“ als Glücksbringer
Eine Oase der Ruhe und Erholung, ein Ort zum Durchatmen und Kraft tanken für den Körper und für die Seele: Das ist der Luisenpark am Rande der Mannheimer Innenstadt schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. Doch immer wieder können sich Besucher über neue Angebote freuen.
Das erste sieht man schon, wenn man die 41 Hektar große Parkanlage durch den Haupteingang in der Theodor-Heuss-Anlage betritt: Ein neues Gebäude sorgt dafür, dass Besucher schon am Eingang verweilen können – im Souvenirshop. Hier kann man nicht nur Pflanzen, Bücher und Postkarten kaufen, sondern auch einen kleinen Glücksbringer mit nach Hause nehmen. In der germanischen Fabelwelt war die Bezeichnung für einen Glücksbringer übrigens „Adebar“ – und somit ist Anton, der auch die Ehre hatte, den neuen Haupteingang einzuweihen, das perfekte Parkmaskottchen: ein verschmitzt blickender Weißstorch mit einem spitzen roten Schnabel und langen roten Beinen.
Zum neuen Aushängeschild des Luisenparks hat ihn die Parkdirektion aber nicht nur erkoren, weil er so niedlich ist. „Seit über 20 Jahren engagieren wir uns im Luisenpark aktiv im Weißstorchenschutz“, sagt Parkdirektor Joachim Költzsch. Und so soll der Plüsch-Anton auch zum Erhalt seiner Artgenossen aus Fleisch und Blut beitragen. Einen Teil des Verkaufserlöses verwendet der Park für den Schutz der Weißstörche, von denen es Mitte der 70er Jahre in Baden-Württemberg nur noch 15 Brutpaare gab. Heute lebt im Luisenpark eine Kolonie mit fast 30 Brutpaaren – das ist die größte Storchenkolonie in einer deutschen Großstadt. Und noch eine beeindruckende Zahl: In den vergangenen 30 Jahren sind 850 Storchenkinder flügge geworden.
Auch bei den Pflanzen hat der Luisenpark eine neue Attraktion zu bieten: Dem Förderkreis Freunde des Luisenparks ist die Eröffnung des Baumfarnhauses zu verdanken. Hier kann man sich über die „Saurier der Pflanzenwelt“ informieren. Baumfarne besiedeln seit mehr als 300 Millionen Jahren die Erde und sind so etwas wie Symbole für die Ewigkeit. Parkdirektor Költzsch: „Mit dem Baumfarnhaus wollen wir einen Ort der Stille und des Innehaltens bieten, also Räume schaffen, nach denen sich in unserer umtriebigen Zeit immer mehr Menschen sehnen.“
Innehalten, alle Sinne aktivieren, die klare Luft genießen, sich an den prächtigen Pflanzen erfreuen und mit offenen Augen durch die wunderschöne Parkanlage laufen: Das kann man in Mannheim an 365 Tagen im Jahr, vom Morgen bis zur Dämmerung. Für alle, deren nächster Besuch noch ein bisschen auf sich warten lassen muss, gibt es einen kleinen Trost: Der Luisenpark hat auch eine neue, schön gestaltete und sehr informative Internetseite. Unter www.luisenpark.de kann man schon einmal den nächsten Ausflug in eine der schönsten Parkanlagen Europas planen.


