IHK Rhein-Neckar

„Haus der Wirtschaft“ wird kundenfreundlicher

Das neue Stockwerk aus Glas und Stahl ist bereits bezogen, der Haupteingang ist wieder für Besucher geöffnet, ebenso wie das erweiterte ServiceCenter im Erdgeschoss: Im Juni 2010 werden die Baumaßnahmen am „Haus der Wirtschaft“ der IHK Rhein-Neckar in Mannheim endgültig beendet sein. 9,5 Millionen Euro hat die IHK in die Hand genommen, um ihr Gebäude samt technischer Ausstattung fit zu machen für die wachsenden Anforderungen. Durch die Aufstockung um ein viertes Geschoss wurde die Fläche um 400 Quadratmeter auf 5.600 Quadratmeter erweitert. „Wir brauchen einfach mehr Platz“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Franz J. Luzius. Er belegt diesen Punkt mit eindrucksvollen Zahlen. Nahmen im Jahr 2000 noch 13.000 Gäste an 841 Veranstaltungen im Mannheimer IHK-Gebäude teil, sind heute über 22.000 Besucher bei den rund 1.800 Seminaren, Schulungen und Arbeitskreisen anzutreffen. Im Mittelpunkt der Planungen stand der Kunde. So wurde das ServiceCenter im Erdgeschoss großzügig ausgebaut. Der Bescheinigungsdienst für exportierende Unternehmen bekam einen eigenen Bereich, in dem einzelne Beratungs-Zimmer für die notwendige Diskretion sorgen. Sämtliche Veranstaltungs- und Besprechungsräume sind rund um das Treppenhaus angesiedelt. „Das bedeutet kurze Wege für unsere Besucher“, so Luzius. Der Zugang ist barrierefrei sichergestellt – und an passende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder hat man ebenfalls gedacht.

Im Fokus steht außerdem die Modernisierung des Gebäudes, das in den fünfziger Jahren errichtet wurde. „Der Brandschutz ist ein wichtiges Thema, ebenso wie die Erdbebensicherheit sowie die Sanitäranlagen und die Klimatisierung“, fasst Luzius zusammen. 100 Tonnen Stahl, 30 Kilometer Elektro- und Datenverarbeitungskabel und 4.000 Quadratmeter Bodenbeläge werden verbaut, bis die Maßnahmen abgeschlossen sind.

Insgesamt mussten 85 Prozent des Gebäudes überarbeitet werden. Trotzdem: Ein Neubau war nie eine Alternative. „Das wäre zum einen sehr viel teurer geworden“, so Hauptgeschäftsführer Luzius. Und: Man hätte alle Beschäftigten in einem anderen Gebäude unterbringen müssen und den Kundenservice nicht mehr vor Ort gewährleisten können. So finden die Renovierungsarbeiten bei laufendem Betrieb statt. „Das ist eine riesige Herausforderung für alle unsere Mitarbeiter“, weiß Luzius. „Aber ich bin sicher, wenn der letzte Bauarbeiter das Gebäude verlassen hat, werden nicht nur unsere Kunden den besseren Service, den wir ihnen bieten können, schätzen. Auch die Arbeitsplätze gewinnen an Qualität.“