iSOFT Health GmbH

Zukunftskonzepte für die Gesundheitswirtschaft

„Um die Effizienzpotenziale in der Gesundheitswirtschaft zu heben, sind Investitionen in neue Informationssysteme unabdingbar“, bringt es Peter Herrmann, Managing Director der iSOFT Health GmbH in Mannheim, auf den Punkt. Das Unternehmen, Tochter eines der weltweit größten Anbieter von Softwareanwendungen im Gesundheitswesen mit Sitz in Australien, hat vor allem das Thema „integrierte Versorgungskonzepte“ auf der Agenda. „Wenn heute ein Patient mit einer Überweisung von seinem Hausarzt in ein Krankhaus kommt, beginnt häufig erst die Arbeit“, so Herrmanns Erfahrung. „Untersuchungen werden gemacht, über ein weiteres Vorgehen nachgedacht.“ Mit einer einheitlichen Software-Plattform von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern lässt sich der Behandlungsprozess bereits vorher planen, die Wartezeiten für den Patienten werden reduziert, Kosten für doppelte Untersuchungen gespart. Ein problemloser und sicherer Dokumentenaustausch wird ebenso möglich wie das Einweisen in eine Klinik, das Buchen eines Krankhausbettes oder die Anmeldung und Planung einer Operation – alles im Rahmen eines medizinischen Netzwerks, in dem alle Beteiligten eng zusammenarbeiten.

„Die Gesundheitseinrichtungen stehen heute unter einem großen Kostendruck“, weiß Herrmann. „Um im Markt bestehen zu können, müssen sie wettbewerbsfähig sein.“ Regionale und medizinische Cluster beispielsweise durch die Kooperation zwischen Krankenhäusern und Praxisverbünden entstehen, das „Zusammenspiel“ der „Akteure“ in der Gesundheitsversorgung wird enger – dafür sorgen schon die politischen Vorgaben. „Der Bedarf an entsprechenden IT-Lösungen ist da, doch im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA oder den Niederlanden hat Deutschland noch Nachholbedarf.“ Bisher fließen nur 1,5 Prozent der Ausgaben der deutschen Krankenhäuser in den IT-Bereich. In den USA sind es 6 bis 7 Prozent.

Die deutsche Tochter der iSOFT-Gruppe hat ihren Sitz in Mannheim und ist der drittgrößte Anbieter von Softwareanwendungen für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland. „Im Krankenhausbereich liegt unser Marktanteil bei 8 bis 9 Prozent.“ Marktführer ist iSOFT bei Speziallösungen für Labor und Radiologie. Für die Entwicklung radiologischer Informations-Systeme ist der Standort Mannheim mit 80 Beschäftigten weltweit verantwortlich. „Wir haben vor Ort qualifizierte Mitarbeiter, deren Produkte sich an dem hohen Anspruch des deutschen Markts orientieren. Systeme, die hier Erfolg haben, erfüllen auch die Anforderungen in allen anderen Ländern“, so Herrmann, der stolz ist, diesen Bereich nach Deutschland geholt zu haben. „Mannheim ist einer der wichtigsten Entwicklungsstandorte der Gruppe neben Indien.“

Die Umsätze in Deutschland tragen rund 10 Prozent zum Konzerngeschäft bei. Mehr als 13.000 Gesundheitseinrichtungen in 40 Ländern setzen iSOFT-Lösungen zum Management von Patienteninformationen und zur Optimierung von Kernprozessen ein. Über 4.700 Mitarbeiter sind in 19 Niederlassungen weltweit beschäftigt, darunter mehr als 2.300 Technologie- und Entwicklungsspezialisten. In Deutschland zeigt iSOFT neben Mannheim in Bochum, Bremen, Berlin, Chemnitz, Dresden und Magdeburg Flagge und zählt über 300 Mitarbeiter.