Bilfinger Berger AG
Ausbau der Dienstleistungssparte
Der Mannheimer Dienstleistungs- und Baukonzern Bilfinger Berger stärkt sein Servicegeschäft konsequent durch Zukäufe. Einen großen Coup landete das Unternehmen Anfang Oktober 2009, als es zu einem Preis von 350 Millionen Euro sämtliche Anteile des Industrie- und Kraftwerksdienstleisters MCE mit Sitz im österreichischen Linz erwarb. Die MCE-Gruppe erwirtschaftet mit 6.500 Mitarbeitern eine Leistung von rund 900 Millionen Euro. Bisheriger Besitzer war die Deutsche Beteiligungs AG. „Durch den Erwerb wird die führende Position von Bilfinger Berger als Anbieter in diesem Bereich weiter gestärkt“, betonte Vorstandsvorsitzender Herbert Bodner. In der Tat: Die für 2009 erwartete Leistung im Bereich Dienstleistungen in Höhe von 4,8 Milliarden Euro wird durch die Akquisition um ein Fünftel erhöht. Die Sparte umfasst die Wartung von Industrieanlagen, von Kraftwerken und die Instandhaltung von Immobilien – und gilt als profitabler und weniger riskant als das traditionelle Baugeschäft. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgte überwiegend durch eine Kapitalerhöhung, die einen Bruttoemissionserlös von 270 Millionen Euro auf die Konten des Unternehmens fließen ließ.
Nur wenige Tage zuvor war Bilfinger Berger in den französischen Servicemarkt eingestiegen und hatte 80 Prozent der Anteile am französischen Industriedienstleistungsunternehmen LTM übernommen. Die Gesellschaft mit Sitz in Lyon erbringt mit 110 Beschäftigten eine Jahresleistung von 40 Millionen Euro. Frankreich ist als zweitgrößter europäischer Markt für Industrial Services ein attraktives strategisches Ziel für Bilfinger Berger. Stark vertreten ist LTM vor allem in der pharmazeutischen, chemischen und petrochemischen Industrie.


