MVV Energie
Fernwärme ist praktizierter Klimaschutz
MVV Energie setzt konsequent auf eine umweltschonende Wärmeversorgung. Mit einem Stufenprogramm baut das Mannheimer Energieunternehmen in den kommenden 20 Jahren das Fernwärmenetz in der Quadratestadt weiter aus. Von der sicheren Wärmeversorgung profitieren das Klima und die Mannheimer Bürger gleichermaßen.
„Fernwärme ist eine Schlüsseltechnologie, um in Städten Klima- und Umweltschutz auf der einen und Versorgungssicherheit mit bezahlbarer Wärmeenergie auf der anderen Seite unter einen Hut zu bringen“, betont Matthias Brückmann, Vorstandsmitglied von MVV Energie. In Mannheim beziehen aktuell 59 Prozent der Haushalte Fernwärme. Dieser Prozentsatz stellt bereits einen Spitzenwert in Deutschland dar. Doch MVV Energie und die Stadt Mannheim haben Anfang 2009 den Startschuss für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes gegeben. Im Süden der Stadt wird seitdem das Netz flächendeckend erweitert. „Insgesamt sehen wir in der ersten Stufe ein Ausbau- und Verdichtungspotenzial von rund 6.500 Fernwärmeanschlüssen. 70 Prozent heißt dabei das Ziel bis zum Jahre 2030“, umreißt Brückmann das ehrgeizige Vorhaben. Für die Verdichtung des bestehenden Netzes und die Erschließung weiterer Stadtteile investiert MVV Energie 37 Millionen Euro. Insgesamt 20.000 Wohnungen können so neu an die Fernwärme angeschlossen werden. Damit dies gelingt, stellt MVV Energie bis zum Jahr 2020 weitere knapp 11 Millionen Euro für ein attraktives Förderprogramm zur Verfügung, um Nutzern anderer Energieformen den Umstieg auf Fernwärme zu erleichtern.
Fernwärme wird in Mannheim seit 50 Jahren im Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung bei der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme im GKM gewonnen. Bereits jetzt hat das Fernwärmenetz in Mannheim eine Gesamtlänge von 490 Kilometern. Dabei erntet Mannheim heute und auch in Zukunft die Früchte der zukunftsweisenden Entscheidungen in den 60er und 70er Jahren, als mit massiven Investitionen die Weichen für diese umweltfreundliche Wärmeversorgung gestellt wurden. Fernwärme wird heute wegen der möglichen CO2-Einsparung sowohl auf EU- als auch auf Bundes- und Landesebene in den unterschiedlichen Wärmegesetzen und –verordnungen gleichgesetzt mit den Erneuerbaren Energien.
Auch die Metropolregion Rhein-Neckar profitiert von der umweltfreundlichen Wärmeversorgung aus Mannheim. Mit dem Bau einer 21 Kilometer langen Leitung vom GKM nach Speyer wird erstmals eine die Ländergrenzen überschreitende Fernwärmeleitung realisiert. Mit dem Projekt wird zudem ein Ziel umgesetzt, das in der Fernwärmestudie formuliert ist: bis 2020 den Anteil der Fernwärme am gesamten Heizenergiebedarf in der Region von heute 13 auf knapp 29 Prozent mehr als zu verdoppeln.


