FUCHS PETROLUB „Greenwashing“ ist der falsche Weg

Es war ein echtes Highlight für FUCHS PETROLUB: Im Jahr 2016 wurde der Mannheimer Schmierstoffhersteller mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Mittelgroße Unternehmen“ ausgezeichnet – als erster Vertreter der Chemieindustrie überhaupt. Dabei punktete der traditionsreiche Konzern nicht mit spektakulären Einzelmaßnahmen, sondern mit seinem Ansatz von Nachhaltigkeit als Kernelement einer guten Unternehmensführung, das ökonomisches, ökologisches und soziales Handeln in Einklang bringt.

„Green Marketing ist kein Fundament für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie“, ist Apu Gosalia, Vice President Sustainability & Intelligence bei FUCHS PETROLUB, überzeugt. „Das ist oft nur ein ‚Greenwashing‘, und ich finde es falsch, nach außen etwas darzustellen, das keine Substanz von innen hat.“ So arbeitet FUCHS konsequent an Details, hat beispielsweise in den letzten Jahren an allen Standorten den Energie- und Wasserverbrauch und die Produktionsabfälle signifikant reduziert. Im sozialen Bereich werden Indikatoren wie Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter erhoben und gemessen. „Nachdem unser neues Prüffeldgebäude auf der Friesenheimer Insel fertiggestellt war, haben wir das Heißkondensat aus der benachbarten Produktion für dessen Heizung und die Kühlung eines Lagers eingesetzt“, nennt Gosalia ein praktisches Beispiel für die Umsetzung der ökologischen Verantwortung bei FUCHS. „Das ermöglicht eine jährliche Einsparung von 18 Tonnen Kohlenstoffdioxid, und wir wurden beim Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress in Baden-Württemberg 2017 als Exzellenzunternehmen hervorgehoben.“

Dass die Chemieindustrie in der Öffentlichkeit mit einem eher negativen Image kämpft, darüber ist man sich bei FUCHS im Klaren. „Dabei schließen sich Chemie und Nachhaltigkeit meines Erachtens nicht per se aus“, ist sich Gosalia sicher. „Schmierstoffe beispielsweise reduzieren Reibung, Verschleiß und Korrosion. Dadurch wird weniger Energie verbraucht und es werden Emissionen eingespart.“ Die Chemiebranche habe jedoch eine ganz besondere Verantwortung gegenüber der Zukunft. „Sie muss sich nicht komplett verändern, sie muss aber ihren Widerstand gegen Veränderungen aufgeben – und da spielt das Thema Nachhaltigkeit eine ganz entscheidende Rolle“, weiß der Nachhaltigkeitsexperte. uc