Modellquartier FRANKLIN Energie sparen im Quadrat

Setzen auf eine umweltfreundliche Mobilität auf FRANKLIN: (v.l.) Karl-Heinz Frings (Geschäftsführer MWSP), MVV-Vorstandsmitglied Ralf Klöpfer, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Oliver H. Leicht, Geschäftsführer von FRANKLIN mobil, und Achim Judt (Geschäftsführer MWSP) Foto: Tröster

Der Name passt zur Quadratestadt – SQUARE, ein Konzept für klima- und energieoptimiertes Wohnen. Auf dem Konversionsgelände FRANKLIN wird es nun Realität.

Ganz verschiedene Bausteine spielen bei SQUARE zusammen, berichtet Projektleiter Georg Pins von der Wirtschaftsförderung Mannheim: „Im August 2018 begann die Sanierung von zwei ehemaligen Kasernengebäuden. Hier werden Passivhauskomponenten und Photovoltaik-Module eingebaut sowie Smart-Metering-Konzepte und die Idee eines Smart Home umgesetzt – Prototypen für das Haus der Zukunft.“ Auch Elektromobilität und Smart Grids spielen eine große Rolle – im Projektbaustein Energy Mobility Cube.

„Das Mobilitätskonzept auf FRANKLIN ist möglicherweise auch auf die anderen Konversionsflächen, die Stadt und vielleicht sogar die Region übertragbar.“ Achim Judt, Geschäftsführer der MWSP

Auf dem Gelände wird auch der Sitz der Gesellschaft FRANKLIN mobil angesiedelt, die im Februar 2018 an den Start ging. Kernstück der Geschäfts­idee von FRANKLIN mobil: ein Paket an Mobilitätsangeboten – mit einem Ziel: Die zukünftig rund 9.000 Bewohner sollen überzeugt werden, auf das eigene Auto zu verzichten. „Die Projektentwickler und Bauherren auf dem Areal können für ihre Mieter E-Autos anschaffen und dürfen dafür ihre Stellplätze reduzieren“, erklärt Oliver H. Leicht, Geschäftsführer von FRANKLIN mobil. Die Gesellschaft gehört mehrheitlich dem Mannheimer Energieunternehmen MVV – jedoch sind auch die Investoren mit im Boot. „Die neuen Bewohner können dann selbst entscheiden, ob sie umweltfreundlich unterwegs sein möchten oder doch lieber auf ihr eigenes Auto setzen.“ 40 Euro im Monat soll die FRANKLIN-Flat für eine 16-stündige-Nutzung im Monat von Elektroautos, E-Rollern und Lastenrädern kosten. Eine Kooperation mit dem Carsharing von Stadtmobil Rhein-Neckar und mit Rhein-Neckar-Verkehr (rnv), die auf FRANKLIN autonom fahrende Busse einsetzen will (siehe auch Seite 16), komplettieren das Angebot. „Viele reden darüber, wir machen es“, so Achim Judt, Geschäftsführer der MWS Projektentwicklungsgesellschaft (MWSP), die die Mannheimer Konversionsflächen betreut.

Gebucht werden können die E-Carpool-Fahrzeuge oder E-Roller über die FRANKLIN mobil-App, die auch ein soziales Netzwerk zwischen den FRANKLIN-Bewohnern knüpfen soll, angefangen von Einladungen zur Gartenparty bis zur Organisation von Joggergruppen.