UEBERBIT Digitalisierung: Kulturthema Wissens-Management

Dr. Boris Stepanow (r.) und Daniel Bönisch sind die Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.

Die Herausforderungen der digitalen Transformation sind es, die die Kunden der Digitalagentur UEBERBIT umtreiben: Ob es darum geht, einen Weltkonzern mit einer globalen Plattform zu vernetzen oder eine Lösung für die interne Zusammenarbeit bei einem mittelständischen Unternehmen einzuführen – gefragt sind zukunftsfähige technologische Werkzeuge für immer komplexere Aufgaben. „Je vielschichtiger diese werden, umso wichtiger ist es, die beteiligten Menschen in das Zentrum der Betrachtungen zu rücken“, stellt Dr. Boris Stepanow fest, der UEBERBIT 1996 gemeinsam mit Daniel Bönisch gründete und seitdem mit ihm zusammen leitet. „Intranets ermöglichen ein zeitgemäßes Wissensmanagement und sind Treiber und Begleiter von wichtigen Change-Prozessen in den Organisationen.“

Mit den Intranets der ersten Stunde haben die modernen internen Netzwerke allerdings kaum noch etwas gemeinsam. Web-2.0-Funktionalitäten (Social Software) machen aus ihnen Instrumente für den Dialog in Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Intranets ermöglichen eine zeitgemäße Form der Zusammenarbeit und fördern die Vernetzung, Interaktion und Kommunikation in der Belegschaft. Stepanow beobachtet hier einen grundlegenden Wandel: „Funktionen wie ‚Kommentieren‘ und ‚Bewerten‘ oder ganz generell die Möglichkeit, Inhalte eigenständig zu publizieren, sind häufig mit fundamentalen Veränderungen in den Organisationen verbunden. Die Rollen von Inhalte-Erstellern und Lesern verschwimmen, Informationen fließen nicht mehr ‚von oben nach unten‘, sondern auch umgekehrt – über Hierarchiegrenzen und Organisationsstrukturen hinweg. Der Trend geht zum ‚Digital Workplace‘, zur Kommunikation und Zusammenarbeit auf einer zentralen Plattform.“
Intranets werden inzwischen nicht mehr nur als IT-Systeme behandelt, sondern als strategische Werkzeuge von den Kommunikations- und Personalabteilungen geplant und betreut. Dies geht aus der Studie „Social Intranets in Baden-Württemberg“ hervor, bei der UEBERBIT Führungskräfte und Entscheider aus mittelständischen Unternehmen befragte. In der Praxis kann dies zu völlig unterschiedlichen Ausprägungen führen, denn so wie sich Unternehmen in ihren Geschäftsfeldern und Zielen unterscheiden, so individuell ist ihre Kultur. Entsprechend müssen ihre Intranets gestaltet werden: Während zum Beispiel in einer Organisation der Newsfeed für den täglichen Austausch von Neuigkeiten wichtig ist, legen andere großen Wert auf Wikis für Fachabteilungen oder die Anbindung ans ERP- bzw. CRM-System. Das UEBERBIT-Team kümmert sich darum, jeweils die beste Lösung für seine Kunden zu finden und an die bestehende Informationsarchitektur anzupassen.

In den Unternehmen tragen die Mitarbeiter via Intranet dazu bei, dass Expertenwissen in ihre Organisation fließt, verbreitet und aktualisiert wird, aber auch erhalten bleibt. Arbeitgeber zeigen damit, dass sie ihre Mitarbeiter als Wissensträger schätzen, die zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen. Dies steigert Motivation und Zugehörigkeitsgefühl in der Belegschaft. Und nicht zuletzt: Probleme, die im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zutage treten, lassen sich mithilfe von Intranets bewältigen, denn Fachwissen bleibt bei Personalwechsel im Unternehmen, statt sich mit ausscheidenden Mitarbeitern zu verabschieden. Arbeits-, Kommunikations-, Führungs- und Kulturthemen greifen heute ineinander, und moderne Intranets haben das Potenzial, eine lebendige Kultur im Umgang mit Wissen zu etablieren.