Alpensped:

Vorgesetzte als Coaches

Welche Aufstiegsperspektive haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem mittelständischen Unternehmen, in dem die Führungsriege auf lange Sicht besetzt ist? „Diese Frage bekamen wir immer wieder von unseren Beschäftigten gestellt“, so Christian Faggin, gemeinsam mit seinem Bruder Massimo Geschäftsführer des Transport- und Logistikdienstleisters Alpensped in Mannheim. „Da wurde uns schnell klar, dass wir unserem Team von 35 Mitarbeitenden eine Möglichkeit geben mussten, sich weiterzuentwickeln.“ So wurde 2024 eine Organisationsstruktur etabliert, die die Stärke des Unternehmens – die kurzen Kommunikationswege zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten – auch formell in einem Organigramm umsetzte, das sich von der klassischen vertikalen und hierarchischen Struktur verabschiedete und durch eine flache Struktur ersetzte, in der sich die Mitarbeitenden freier bewegen können, die Entscheidungswege kurz sind und die einen noch regeren Austausch auf Augenhöhe ermöglicht. „Als Vorgesetzte sind wir hier nur noch Coaches, Wissen wird geteilt und wir können uns noch schneller an die Veränderung des Marktes anpassen“, so Faggin.

Gleichberechtigung und Vertrauen
prägen unsere Atmosphäre.

Christian Faggin, Geschäftsführer Alpensped

Die Entwicklung des Einzelnen erfolgt dabei durch die Nutzung von Freiräumen für neue Funktionen, die man selbst vorschlägt und mit Inhalten füllt. „Fanny Herschlein, unsere Abteilungsleiterin Finanzbuchhaltung und Rechnungswesen, ist nun auch Umwelt- und Qualiätsmanagementbeauftragte in unserem Unternehmen. Christian Vetter, einer unserer Disponenten, kümmert sich um die Themen Nachhaltigkeit und Sicherheit“, nennt Faggin einige Beispiele. Anerkannt wird ein solches zusätzliches Engagement mit finanziellen Boni und außertariflicher Bezahlung.

Insgesamt habe die Entwicklung einer teamzentrierten Führungs- und Unternehmenskultur zu einer größeren Identifizierung mit Alpensped geführt. „Beim kürzlichen Bau einer neuen Terrasse haben viele mit angepackt“, freut sich Faggin. Hilfreich sei auch das Intranet „Hubert“, das nicht nur der Information dient, sondern auch die Möglichkeit eröffnet, Verbesserungsvorschläge einzureichen. Besonders viele Anregungen gab es zum Umbau der Büros. Regelmäßige anonyme Mitarbeiterbefragungen und Strategieworkshops, die jedes Jahr stattfinden, dienen ebenfalls diesem Zweck. „Transparenz über die Entwicklung des Unternehmens halte ich für ganz wichtig“, ist Faggin überzeugt. „Wir werden diesen Weg auf alle Fälle weitergehen.“ uc