Mit einer Online-Plattform für virtuelle Großveranstaltungen startet der MEXI-Gewinner des Jahres 2010 ubivent jetzt weltweit durch. VON ULLA CRAMER Als die Mannheimer Wirtschaftsinformatiker Dr. Jens Arndt, Dr. Thomas Butter und Dr. Michael Geißer ihr Start-up ubivent im Jahr 2009 gründeten, bediente ihre Geschäftsidee eine kleine Marktnische. Doch das ist Vergangenheit. „Seit Anfang März 2020 werden wir geradezu überrannt von Anfragen aus aller Welt“, berichtet Dr. Michael Geißer, einer der drei Gründer von ubivent. „Keiner von uns freut sich über Corona – aber unser Business profitiert natürlich davon, dass wir uns in dieser ehemaligen Marktnische eine hervorragende Ausgangsposition aufgebaut haben. Zu Beginn der Corona-Pandemie verfügten wirMEHR ERFAHREN

  „Handwerk hat goldenen Boden“ ist ein beliebtes Sprichwort. In Corona-Zeiten gilt das nur bedingt. „Mannheim – Stadt im Quadrat“ hat bei Bäckern, Metzgern und Konditoren in Mannheim nachgefragt. VON DR. GABRIELE KOCH-WEITHOFER KONDITOREI HERRDEGEN: positiv denken, kreativ werden Besonders schlimm hat es kleine Konditoreien wie das Mannheimer Traditionscafé Herrdegen in der Innenstadt getroffen. „Bei den geltenden Abstandsregeln könnten wir gerade einmal sechs Tischchen stellen. Das rechnet sich nicht“, erklärt Mitinhaberin Martina Herrdegen. Zusammen mit ihrer Schwester Simone leitet sie den Familienbetrieb seit 2006 in der fünften Generation. Lediglich der Verkauf über die Ladentheke ist möglich – mit getrennten Einund Ausgängen und viel Desinfektion. DieMEHR ERFAHREN

Homeoffice, webbasierte Arbeitsmeetings, Telefon und Videokonferenzen – dies ist die Arbeitswelt der Zukunft auch nach Corona, nicht nur bei UEBERBIT oder Pepperl+Fuchs. Sein Global Management Meeting hat der Schmierstoffhersteller FUCHS auf eine Online-Variante umgestellt – mit großer Resonanz. Und BASF bringt mit „1000 Satellites“ ein Start-up für Coworking auf die Spur. VON DR. GABRIELE KOCH-WEITHOFER UND ULLA CRAMER FUCHS: Bühne frei für die virtuelle FUCHS-Roadshow Als im März 2020 die Corona-Pandemie nach Europa kam, bedeutete das auch das Aus für ein wichtiges Event bei dem Mannheimer Schmierstoffhersteller FUCHS: das Global Management Meeting, zu dem im Frühjahr regelmäßig die Führungskräfte des Unternehmens aus der ganzen WeltMEHR ERFAHREN

Mit großen Herausforderungen kämpft die Wirtschaft der Region angesichts der Corona-Pandemie. Wichtige Ansprechpartner sind vor diesem Hintergrund die erfahrenen Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Der ‚Work anywhere, together‘-Ansatz befasst sich mit dem gesamten Spektrum der Maßnahmen, die eine nachhaltige, dauerhafte und erfolgreiche virtuelle Arbeit ermöglichen. Thomas Efkemann, Partner KPMG Mannheim VON DR. GABRIELE KOCH-WEITHOFER UND ULLA CRAMER KPMG: Von überall zusammenarbeiten Mobiles und flexibles Arbeiten hat durch Corona einen kräftigen Schub erfahren. Homeoffice und virtuelle Teams wurden quasi über Nacht Normalität. Mit „Work anywhere, together“ beschreiben die Berater von KPMG die neue Arbeitswelt. Dahinter steckt weit mehr als ein Abeitszimmer zu Hause. „Es kann auch bedeuten, einen Mitarbeiter inMEHR ERFAHREN

Die Corona-Krise hat die Schwachstellen der Lieferketten schonungslos offengelegt. In der Mikroelektronik sind deutsche Firmen komplett von den USA und Fernost abhängig. Herr Dr. Kegel, Sie finden zunehmend deutliche Worte zum Thema Abhängigkeit der deutschen Mikroelektronikindustrie von Herstellern in den USA und Asien. Ist das für Sie in der derzeitigen Corona-Krise ein besonderes Problem? Dr. Gunther Kegel: Natürlich war es besonders im Frühjahr 2020 angesichts geschlossener Grenzen und Lockdowns zum Beispiel in China oft schwierig, an die benötigten Produkte wie Halbleiter zu kommen – aber das eigentliche Thema ist nicht neu. Wir leben in einer globalen Wirtschaft. Warum ist es für ein mittelständisches Unternehmen wieMEHR ERFAHREN

Sie war die erste unmittelbare Hilfe für viele von der Pandemie betroffene Betriebe und Selbstständige – die Corona-Soforthilfe. Erste Ansprechpartnerin bei diesem Thema war die IHK Rhein-Neckar. Und auch in der Politikberatung ist die IHK in der Krise gefordert. VON ULLA CRAMER In Spitzenzeiten erreichten uns rund 2.000 Anrufe täglich im Bereich der Erstberatung zu den Corona-Soforthilfen und rund 600 bei der Intensivberatung“, berichtet Andreas Kempff, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, der diesen Aufgabenbereich verantwortete. „Bis zu 50 IHK-Mitarbeiter waren im Einsatz, rund 70 weitere Kolleginnen und Kollegen mit der Bearbeitung der Anträge betraut. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten Teams der IHK RheinNeckar.“MEHR ERFAHREN

Von Tilgungsaussetzungen bis zu KfW-Krediten: Mit zahlreichen Maßnahmen hilft die Sparkasse Rhein Neckar Nord ihren Kunden durch die Corona-Pandemie. Mit welchen Problemen kamen die Firmen in der Corona-Pandemie anfangs auf Sie zu und wie konnten Sie ihnen helfen? Thomas Kowalski: Die ersten Gespräche mit unseren Kunden waren häufig sehr emotional und wir waren oft nicht nur als Problemlöser, sondern auch als Psychologen gefragt. Keine Umsätze, keine Aufträge, aber gleichbleibende Fixkosten – die Situation vieler Firmen war in der Tat äußerst schwierig. Wir halfen in einem ersten Schritt vor allem durch eine Anpassung der Kreditlinien der Girokonten. Bei laufenden Darlehen haben wir die Tilgungen ausgesetzt –MEHR ERFAHREN

Die Kurzarbeit ist in der Corona-Pandemie ein wichtiges Instrument, dessen Einsatz die Agentur für Arbeit in Mannheim mit hohem Engagement fördert. Im Vergleich zu anderen Städten ist Mannheim überdurchschnittlich stark betroffen“, weiß Thomas Schulz, Leiter der Agentur für Arbeit in Mannheim. „Beinahe jeder dritte Beschäftigte wurde zeitweise durch seinen Betrieb zur Kurzarbeit angemeldet.“ In Zahlen: Bis September 2020 beantragten in der Quadratestadt fast 3.900 Unternehmen Kurzarbeit, wovon schätzungsweise über 67.000 Beschäftigte betroffen sind. Zum Vergleich: In der Wirtschaftskrise wurden für das ganze Jahr 2009 unter dem Strich 2.329 Kurzarbeitergeld-Anträge bewilligt. Für das ganze Jahr 2019 lag die Zahl bei 330. Mit weitem Abstand betreffe dieMEHR ERFAHREN

Mit zahlreichen innovativen Ideen verbessern die Mannheimer Firmen ihren digitalen Service für den Kunden – in Zeiten von Corona, aber auch mit Blick auf die Zukunft. VON DR. GABRIELE KOCH-WEITHOFER UND ULLA CRAMER BILFINGER: Einstieg in die virtuelle Industrieanlage Es ist keine einfache Situation für die Mannschaft vieler Industrieunternehmen in diesen Corona-Zeiten. Nur noch wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vor Ort, Dienstleistern ist der Zutritt aufgrund der Covid-19-Pandemie teilweise komplett verwehrt. Was tun, wenn Wartungen anfallen oder Reparaturen nötig sind? Die Lösung: eine ARBrille. Mit ihrer Hilfe kann ein Kollege des Industriedienstleisters Bilfinger trotz einer Entfernung von hunderten Kilometern die Anlage in Echtzeit sehen undMEHR ERFAHREN

Corona hat die Welt zu Beginn des Jahres 2020 „kalt erwischt“. Doch die Schockstarre setzte schnell auch Energien frei. Zahlreiche Firmen aus Mannheim und der Region tragen – auf ihre Weise und auf ihrem Gebiet – dazu bei, die Pandemie einzudämmen. VON DR. GABRIELE KOCH-WEITHOFER UND ULLA CRAMER ROCHE: Mit Tests und Medikamenten gegen die Pandemie Auf Hochtouren läuft die Suche nach wirksamen Medikamenten beim Schweizer Healthcare-Konzern Roche. Und am Roche-Standort im Mannheimer Norden geht es um den Ausbau der Produktionskapazitäten für Tests. Binnen Wochen entwickelte Roche im Frühjahr 2020 zwei Labortests: einer auf PCR-Basis zum Nachweis des neuartigen Coronavirus und damit einer Infektion sowieMEHR ERFAHREN

Die Corona-Pandemie ist eine große Krise mit riesigen Herausforderungen für die ganze Welt. Doch sie ist auch eine Chance – vor allem für den digitalen Wandel. VON ULLA CRAMER Nun steht das Thema Digitalisierung nicht erst seit Corona auf der Tagesordnung. Uns allen war seit langem klar, wie wichtig die digitale Transformation in allen Bereichen unseres Lebens ist. Trotzdem war der Fortschritt in diesem Bereich vor allem eins – träge. Die Pandemie wirkt vor diesem Hintergrund wie ein Katalysator. Innerhalb weniger Wochen wurde erreicht, was viele Jahre lang kaum vorstellbar war. Für das Homeoffice war die Corona-Krise der Durchbruch. Vor Ausbruch der Pandemie war dieMEHR ERFAHREN