Die Sponsoren des MEXI 2022 | Ein Herz für Start-ups

Dr. Ludger Bodenbach, Head of Manufacturing Technology, Roche FOTO: ROCHE

Roche, die Sparkasse Rhein Neckar Nord und die Stadt Mannheim sind die Sponsoren des MEXI 2022 in den Kategorien Technologie, Dienstleistungen und Social Economy. Jeder Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Dr. Ludger Bodenbach, Thomas Kowalski und Christiane Ram freuen sich mit den Gewinnern.

„Waste-to-value“ im Fokus
Schon seit sechs Jahren sponsert Roche in der Kategorie Technologie den Mannheimer MEXI-Existenzgründungspreis und der alljährliche Jury-Termin ist für mich ein echtes Highlight. Wir sind immer wieder begeistert von dem Mut und der Leidenschaft, mit der junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Start-ups neue Ideen auf den Weg bringen. Das gilt ganz besonders für den Preisträger des MEXI 2022 in der von uns unterstützten Kategorie Technologie, die Firma FRENVI, was für Friendly Environment steht – und damit schon das Geschäftsmodell gut beschreibt. Denn es geht darum, Plastik und Holz in der Gastronomie beispielsweise durch essbare Löffel zu ersetzen und Reststoffe aus der Lebensmittel-, Getränke- und Agrarindustrie u. a. zu Tellern, Bechern oder Behältern für Kosmetik zu verarbeiten.
Dieses „Waste-to-value“-Konzept passt genau in die Zeit und ist für die Gründer Phanindra Gopala Krishna und Abhinav Ramachandran eine echte Herzensangelegenheit. Für mich als Spezialist für die Produktion bei Roche ist aber außerdem der industrielle Ansatz von FRENVI sehr überzeugend. Denn den Gründern geht es nicht nur um die Entwicklung neuer Produkte, sondern auch um eine skalierbare Fertigung in großem Stil, für das die beiden gelernten Ingenieure ein eigenes patentiertes Verfahren entwickelt haben. Die Pläne, sowohl in Indien als auch in Deutschland zu produzieren und so Märkte in aller Welt beliefern zu können, zeigen ebenfalls, wie strategisch FRENVI an das Thema herangeht. Ich freue mich, dass wir dieses Start-up als Sponsor auf seinem Weg in die Zukunft unterstützen können und bin sicher, wir werden noch viel von FRENVI hören.

Gründer mit digitalem Mindset

Thomas Kowalski, stv. Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Neckar Nord FOTO: SPARKASSE RNN

Existenzgründungen sind Motor unserer Wirtschaft. In unserer Gesellschaft brauchen wir die Kreativität von mutigen, meist jungen Leuten, die ihre Ideen verwirklichen und auf diesem Weg Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen. In Zeiten einer Pandemie erfordert die Gründung und Führung eines jungen Unternehmens noch mehr Mut, Ausdauer und Leidenschaft, als dies ohnehin der Fall ist. Mit dem MEXI in der Kategorie Dienstleistungen belohnen wir diese Eigenschaften und setzen ein Zeichen, um Gründungen zu einer selbstverständlichen Perspektive werden zu lassen.
Corona hat auch gezeigt, dass wir in Deutschland dringend einen digitalen Wandel brauchen. Wir müssen unsere Denkweisen neu justieren und auf eine digitale Zukunft einstellen. Start-ups kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Sie sind Treiber für Innovationen in Digitalthemen und tragen somit zu einem Strukturwandel bei. Mustergültige Beispiele für Jungunternehmen mit digitalem Mindset sind sowohl The Hackathon Company GmbH als auch die NXT Consulting GbR. Das Team um Oliver Brümmer und sein Mannheimer Start-up „The Hackathon Company GmbH“ hilft Unternehmen dabei, digitale Herausforderungen zu lösen und neue Talente zu akquirieren, indem es sogenannte „Hackdays“ organisiert. Kluge Köpfe aus Bereichen wie IT oder Design kommen dabei zusammen, um digitale Fragestellungen von Unternehmen in kürzester Zeit zu lösen. Events wie diese und das gute Netzwerk der Firma helfen Unternehmen dabei, ihren Mangel an Fachkräften zu überwinden. Einem ähnlichen Zweck haben sich auch Maximilian Böckler und Christian Blasen, die Gründer der NXT Consulting GbR, verschrieben. Die junge Firma hat sich auf Performance Recruiting spezialisiert und hilft Unternehmen dabei, die ideale Besetzung für ihre offenen Stellen zu finden. Dazu aktiviert das Team von NXT Consulting wechselwillige Kandidaten, indem es Stellenanzeigen passgenau an die richtigen Bewerberinnen und Bewerber in den sozialen Medien ausspielt.Beide Firmen weisen ein beachtliches Umsatzwachstum auf und befinden sich auf Erfolgskurs. Denn sie bewegen sich in Geschäftsfeldern mit Potenzial. Wir als Sparkasse wünschen beiden weiterhin viel Erfolg!

Ökologische und soziale Ziele

Svenja Tobies, Doktorandin am Lehrstuhl für nachhaltiges Wirtschaften der Universität Mannheim FOTO: ANNA LOGUE

Als Mitglied der MEXI-Jury beim Thema „Social Economy“ war ich auf das Team von Vision Domes besonders gespannt, da es durch sein Unternehmenskonzept rund um geodätische Strukturen schon in der Bewerbungsphase herausgestochen ist. Philipp Jungk und Leo Schleith haben einen Teil ihres Domes sogar zu ihrer Präsentation mitgebracht – und passten damit zum Glück gerade so durch die Tür. Danach folgte eine mitreißende Unternehmensvorstellung, bei der die zwei leidenschaftlich von ihren Ideen sprachen. Was ich besonders spannend finde, ist die Verbindung zwischen ökologischen und sozialen Aspekten bei dem Start-up. So geht es den Gründern nicht nur um nachhaltige Produktion, Resilienz und Langlebigkeit der geodätischen Domes, die in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden können, sondern sie vermitteln diese Themen zusätzlich in Workshops für Jugendliche und stellen sich damit auch einem sozialen Bildungsauftrag. Das freut mich natürlich, da ich in der Jury den Lehrstuhl für nachhaltiges Wirtschaften von Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons vertrete, der sich unter anderem mit der Verbindung von unternehmerischem Handeln mit sozialer und ökologischer Mission beschäftigt. Wir sind sehr froh, dass der MEXI seit 2021 mit der Stadt Mannheim als Sponsor auch in dieser Kategorie verliehen wird. Vision Domes passt mit seinem Geschäftsmodell wunderbar in die Anforderungen dieses Preises. Ich bin sicher, dass das Unternehmen die besten Aussichten hat und wünsche dem sympathischen Team alles Gute für die Zukunft.