
Foto: © Scheinbar Real // Architektur: Dietz Joppien Hammerschmidt GmbH
Die Bauarbeiten für das neue Zugangsgebäude zum Hauptbahnhof sind weitgehend beendet – ein wichtiger Beitrag zur Mobilität in Mannheim.
Von Ulla Cramer
Zum Jahreswechsel 2025/26 ist der Lindenhofplatz, das Herzstück des neuen Glückstein-Quartiers, um eine Attraktion reicher: Mit dem neuen Zugangsgebäude zum Hauptbahnhof hat der Platz zwischen dem Victoria-Hochhaus und dem Holiday-Inn-Hotel, wo das Fontänenfeld vor allem im Sommer ein beliebter Spielplatz für den Nachwuchs ist, noch deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen. Nicht nur durch ein kleines Café mit Außenbestuhlung, sondern auch durch eine Schallschutzwand, die vor dem Lärm des vorbeifahrenden Auto- und Zugverkehrs schützt.
Der Auftrag der Stadt Mannheim an die Mannheimer Parkhausbetriebe bei der Planung für das neue Zugangsgebäude bestand darin, eine attraktive und funktionale Lösung für die Unterführung der stark befahrenen Helmut-Kohl-Straße zu finden und für Reisende und Durchgangspassanten eine Verbindung zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Lindenhofplatz zu gestalten – quasi als südliches Pendant zum Willy-Brandt-Platz auf der nördlichen Innenstadt-Seite des Hauptbahnhofs. Integriert werden sollte in das neue Zugangsbauwerk ein Fahrradparkhaus – ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Mobilität in der Stadt. Außerdem, so die Vorgabe, sollten die Reisenden, die den Bahnhof an der Südseite in Richtung Stadtteil Lindenhof und Glückstein-Quartier verlassen, Mannheim direkt von einer hellen, gepflegten und lebendigen Seite erleben.
Sieger des Architekturwettbewerbs wurde das Büro Dietz Joppien Hammerschmidt aus Frankfurt, dessen Entwurf von dem Mannheimer Architekturbüro ADS Architekten Fritz Morsey realisiert wurde. Das Zugangsbauwerk zur Bahnunterführung besteht aus einem langen, rautenförmigen Baukörper, der auf zahlreichen Stützen ruht. Eine Rampe führt nach oben zu den Fahrradstellplätzen und nach unten zur Unterführung in Richtung der Bahngleise. Die Fahrradstation beherbergt dank einem Doppelstock-Prinzip fast 600 Parkplätze und wirkt trotz ihrer Größe durch die Verwendung von transparenten Glaselementen leicht und hell. Auch für die Lärmschutzwand zum Lindenhofplatz hin wurde Profilbauglas verwendet. So kann Licht in den Platz strömen, während der Lärm der mehrspurigen Bundesstraße draußen bleibt. Das Fahrradparkhaus der Nordseite in P6 bleibt als zusätzliche Möglichkeit zum Parken weiter bestehen. Die Gesamt-investitionssumme beläuft sich auf rund
11 Millionen Euro.
Mobilitätsportal Mannheim: Verkehrsinformationen in Echtzeit
Im Mai 2025 ist es live gegangen: das neue Mobilitätsportal Mannheim. Alle wichtigen Verkehrsinformationen der Quadratestadt stehen nun in Echtzeit bereit – von aktuellen und geplanten Baustellen über die momentane Verkehrslage, von ÖPNV-Abfahrtszeiten bis hin zur Belegung von Parkhäusern, E-Ladesäulen und Leihfahrrad-Stationen. Auch das Radverkehrsnetz der Stadt lässt sich anzeigen, ebenso wie Tempolimits in einzelnen Straßen oder Zonen. Die Daten stammen aus ganz unterschiedlichen Quellen und werden unter anderem von der Stadtverwaltung (Verkehrsplanung, Stadtraumservice), der MVV Energie AG, dem städtischen Projekt sMArtCity sowie der landesweiten Mobidata-Datenplattform zur Verfügung gestellt. Das Portal ist auf allen Endgeräten nutzbar. uc

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