Social Economy

Unternehmen mit sozialem Mehrwert

Im Jahr 2021 laden Mannheim und die EU-Kommission zum European Social Economy Summit ein.
Die Mannheimer Wirtschaftsförderung engagiert sich verstärkt im Bereich Sozialwirtschaft.

VON MARKUS WECKESSER

Eine adäquate Übersetzung ins Deutsche gibt es für den Begriff Social Economy noch nicht. Zu den Stakeholdern dieses Wirtschaftsbereichs zählen Unternehmen, die durch marktwirtschaftliches Handeln eine soziale oder ökologische Wirkung erzielen. Im Fokus stehen Verbesserungen und Lösungen von gesellschaftlichen Herausforderungen, wie die globale Zunahme der Einkommensungleichheit, Klimaschutz und demografischer Wandel. Ein sozial agierendes Unternehmen im Sinne der Social Economy stellt beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die ansonsten auf dem freien Arbeitsmarkt keine Chance hätten. Oder es investiert einen festen Anteil seines Jahresgewinns in soziale Projekte. Die Geschäftsfelder, in denen Social Economy angesiedelt ist, sind vielfältig. Zum großen Bereich der Sozialwirtschaft gehören neben den Unternehmen der Social Economy auch die Wohlfahrtsverbände.

Auf EU-Ebene ist das Thema schon seit längerem hoch angesiedelt. Länder wie Spanien und die Niederlande sind hier federführend. Auch in Deutschland wächst das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Social Economy. In Mannheim steht das Thema bereits seit 2018 auf der Agenda. Beim Netzwerktreffen Sozialwirtschaft kommen Multiplikatoren der Social Economy und Wohlfahrtsverbände aus Mannheim zum Austausch zusammen. Für Social Start-ups unterstützte die Stadt gemeinsam mit Partnern den Aufbau des S-HUB Accelerator, ein Programm, um soziale Entrepreneure zu beraten und zu betreuen.

2019 wurde die Stadt Mannheim erstmals in den ESER-Kreis (European Social Economy of Regions) aufgenommen. Der Initiative der EUKommission gehören gut 80 europäische Kommunen und Regionen an, die regelmäßig über neue Ansätze und Methoden diskutieren und diese auf den Weg bringen. Um die Social Economy in Europa weiter zu entwickeln, lud Mannheim gemeinsam mit der EU-Kommission für November 2020 zum European Social Economy Summit (#EUSES,www.euses2020.eu) ein. Es wurden 1.500 Gäste aus allen europäischen Staaten erwartet. Aufgrund der Corona-Beschränkungen musste der SozialwirtschaftsGipfel allerdings auf das Jahr 2021 verschoben werden.

Freuen auf den #EUSES-Gipfel

Als Vorbereitung auf den #EUSES-Gipfel am 26. und 27. Mai 2021 konzipierte ein Team um Jürgen Münch und Matthias Henel von der Mannheimer Wirtschaftsförderung und Mitarbeitende von SocEnt BW (Social Entrepreneurship Baden-Württemberg) acht digitale „Roadto-Mannheim“-Events, be denen sich die Stakeholder bereits miteinander vernetzen können. Zudem wurde die Zahl der Gäste reduziert und das Programm digitalisiert. Und auch beim Mannheimer Existenzgründungspreis MEXI 2021 wurde das Thema aufgegriffen und erstmals ein Unternehmen in der Kategorie „Social Economy“ ausgezeichnet.

Mehr im Internet: Mit einem Klick auf diesen QR-Code sind Sie beim Thema #EUSES stets auf dem neuesten Stand und können sich zu den unterschiedlichen Events anmelden.