SV SparkassenVersicherung | Treiber für Nachhaltigkeit

Im Februar 2021 hat die SV SparkassenVersicherung ihr neues Gebäude im Glückstein-Quartier bezogen. FOTO: SV/JOHANNES VOGT

Investitionen in nachhaltige Unternehmen haben bei der SV SparkassenVersicherung einen hohen Stellenwert.

VON ULLA CRAMER

Mit einem Kapitalanlagebestand von 1.670 Milliarden Euro ist die Versicherungsbranche einer der größten institutionellen Investoren in Deutschland – und damit einer der wichtigsten Treiber für eine nachhaltige Entwicklung. Davon ist Roland Oppermann, Finanzvorstand der SV SparkassenVersicherung, überzeugt: „Bereits Ende 2019 haben wir uns zu den Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren der Initiative ‚PRI‘ (Principles for Responsible Investment) be- kannt, die von den Vereinten Nationen unterstützt wird. Seit Oktober 2021 sind wir Mitglied der Net Zero Asset Owner Alliance. Auch werden wir zunehmend im Sinne einer Active Ownership durch einen intensiven Dialog und durch die gezielte Ausübung unserer Stimmrechte auf eine nachhaltige Geschäftspolitik in den Unternehmen einwirken, an denen wir Anteile halten.“

Im Vordergrund der nachhaltigen Investitionen der SV stehen Engagements in erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft oder bei Wäldern, aber auch die Finanzierung von Infrastruktur wie der Ausbau von Stromtrassen. „Gerade für Langfristinvestoren wie Lebensversicherer eignen sich solche Kapitalanlagen nahezu in idealer Weise, da sie nicht nur einen positiven Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten, sondern zugleich hohe und stabile Erträge generieren“, so Oppermann. „Der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit hat bisher zu keinen Nachteilen bei den Renditen geführt.“
Außen vor bleiben im Anlageportfolio der Versicherung nicht-nachhaltige Investitionen in Aktien und Unternehmensanleihen nach den Prinzipien des United Nations Global Compact (UNGC), die vor allem Verstöße von Firmen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Korruptionsprävention und Umweltschutz im Visier haben, sowie Investments in den Sparten kontroverse Waffen und Agrarrohstoffe. Filter in den Datenbanken tragen u. a. dazu bei, nicht-nachhaltige Anlagen im Bestand zu identifizieren.

Schon seit 2007 befasst sich die SV mit dem Thema Nachhaltigkeit, wobei der Schwerpunkt zunächst auf der Ökologie im eigenen Unternehmen lag. „Die Kapitalanlage rückte erst 2015 in den Fokus, als immer mehr Kunden unsere Anlagen hinterfragt haben“, erinnert sich Oppermann. „Das war die Initialzündung für uns, unsere Bestände genauer unter die Lupe zu nehmen, und so waren wir gut vorbereitet, als ‚Sustainable Finance‘ 2018 ein großes Thema auf EU-Ebene wurde.“
Aktuell steht das Thema Klima im Mittelpunkt mit dem Ziel, Finanzströme stärker in kohlenstoffarme Unternehmen zu lenken, wobei der aktuelle CO2-Fußabdruck nicht das ausschlaggebende Kriterium ist. „Viele Energieversorger stehen hier derzeit noch nicht so gut da, bauen ihre Konzerne jedoch langfristig um. Diese Anlagen möchten wir nicht aus unserem Portfolio entfernen, sondern diese Transformation unterstützen“, beschreibt Oppermann die Anlagepolitik der SV. „Außerdem halten wir als Kern unserer Kapitalanlage festverzinsliche Wertpapiere wie Pfandbriefe oder Staatsanleihen. Diese sind unverzichtbar, um unsere gesetzlichen Anforderungen an eine sichere, liquide und rentable Kapitalanlage zu erfüllen.“