
Foto: Stadt Mannheim
Von Kira Hinderfeld
Die Stadt Mannheim und der Hafen sind seit jeher eng verbunden. In Zeiten knapper Flächen ergeben sich aber durchaus auch recht unterschiedliche Vorstellungen für die Nutzung von stadtnahen Geländen. Stadt und Hafen: Beide müssen sich aktuellen Entwicklungen anpassen. Der Hafen muss auf den Wandel der Transportgüter reagieren, insbesondere im Hinblick auf den Rückgang von Kohletransporten. Doch ergeben sich durch die anstehende Transformation im Bereich der Energiewende und damit dem (zukünftigen) Transport von Wasserstoff und anderen Stoffen, die für die Energiewende benötigt werden, auch Chancen für den Hafen, sich zukunftsfest aufzustellen. Gleichzeitig ist die Stadt an neuen städtebaulichen Entwicklungen und der Verkehrsentlastung interessiert.
Um sich mit Zielkonflikten auseinanderzusetzen, haben das Land Baden-Württemberg, die Stadt Mannheim und der Hafen 2024 unter dem Motto „Zukunftsdialog Hafen Mannheim 2050“ Gespräche zur künftigen Entwicklung des Landeshafens im urbanen Umfeld aufgenommen. Das gemeinsame Anliegen ist es, die unterschiedlichen Belange der Hafen- und Stadtentwicklung in wirtschaftlicher, räumlicher und verkehrlicher Hinsicht bestmöglich zu vereinbaren. Es geht darum, Lösungen für die Herausforderungen von Dekarbonisierung, Klimaveränderung, Versorgungssicherheit, Verkehrs- und Energiewende sowie wirtschaftlicher Entwicklung und Wohlstandssicherung zu erarbeiten.
„Wir wollen, dass der Hafen Mannheim eine gute Zukunft hat und dass die Liegenschaften des Landes bestmöglich genutzt werden. Im Dialog mit der Stadt wollen wir einen gemeinsamen Weg finden, der sowohl die Entwicklung des Hafens und den Klimaschutz voranbringt als auch Fragen der Stadtentwicklung beantwortet“, bekräftigt Finanzstaatssekretärin Gisela Splett.
„Der Hafen und seine über 420 Kunden brauchen Planungssicherheit für Investitionen, um damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze auch in der Zukunft sicherzustellen“, erläutert Hafendirektor Uwe Köhn. Grundlage dafür sei ein verlässliches Bekenntnis der Stadt zum Hafen und ihre Unterstützung seiner künftigen Entwicklung mit all seinen Funktionalitäten für Logistik, Handel, Produktion und hafennahes Gewerbe. „In unseren regelmäßigen, konstruktiven Gesprächen arbeiten wir gemeinsam die unterschiedlichen Erwartungen heraus und suchen nach tragfähigen Ansätzen für eine gute Zukunft des Hafens unter Berücksichtigung der Interessen der Stadt“, so der Hafendirektor. Noch gilt Vertraulichkeit, aber erste Ergebnisse sollen bis Ende 2025 vorgelegt werden.
