9. Mannheimer Wirtschaftsforum: Goldener Geburtstag für „Mannheim – Stadt im Quadrat

Am 5. November 2019 war der große Tag: Die Mannheimer Start-ups osapiens services und implacit nahmen beim 9. Wirtschaftsforum „Mannheim – Stadt im Quadrat“ im Stadthaus N1 aus der Hand von Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch den MEXI 2020 – den Mannheimer Existenzgründungspreis – in den Kategorien Dienstleistungen und Technologie entgegen und der Jubel war groß. Großen Beifall auch für die Präsentation des Standortmagazins „Mannheim – Stadt im Quadrat“, das seinen 50. Geburtstag feierte.

Beratung, Design und Implementierung von Track & Trace-Projekten sowie die Digitalisierung von Supply Chains ist die Geschäftsidee von osapiens services. Der Gesetzgeber verpflichtet Unternehmen immer häufiger, die Rückverfolgbarkeit ihrer Waren zu gewährleisten. Bei der Bewältigung dieser Anforderungen berät und unterstützt osapiens. Bereits 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,5 Millionen Euro, der bis Ende 2019 verdreifacht werden soll. Mehr als 50 Firmen zählt die Kundenliste. „Mit IT-Lösungen zur besseren Überprüfbarkeit von Lieferketten verfolgt osapiens das Ziel, organisierte Kriminalität und Produktfälschung einzudämmen. Den Beitrag, den dieses Geschäftsmodell leistet, erachten wir deshalb als außerordentlich wichtig“, so Helmut Augustin, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein Neckar Nord, die als Premiumpartner in der Kategorie Dienstleistungen das Start-up mit 10.000 Euro unterstützt.

Aus der Medizintechnologie kommt der zweite MEXI-Preisträger des Jahres 2020. Das große Ziel der beiden jungen Wissenschaftlerinnen Katharina Aschenbrenner und Lisa Wittmayer und ihres 2018 gegründeten Unternehmens implacit: mittels moderner Softwarealgorithmen die Krebstherapie effizienter und gleichzeitig schonender zu gestalten und so die Überlebensdauer und Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Implacit entwickelt eine Software, mit der Ärzte anhand der Bilddaten jedes individuellen Patienten genau planen oder simulieren können, wo und wie lange die Strahlung erfolgen soll, sodass gesundes Gewebe geschont wird. Dr. Ludger Bodenbach, Head of Manufacturing Service and Technology bei Roche – langjähriger Premiumpartner in der Kategorie Technologie – betont: „Analog zur Philosophie von Roche setzt implacit mit ihrer Software auf eine individualisierte Medizin. Das Geschäftsmodell der jungen Wissenschaftlerinnen von implacit hat uns überzeugt, denn es verfolgt einen Ansatz, dem die Zukunft gehört.“

Mit einem Preisgeld von 10.000 Euro pro Kategorie ist der Mannheimer Existenzgründungspreis dank der Sponsoren aus der Mannheimer Wirtschaft der am höchsten dotierte regionale Preis für Start-ups in Deutschland. Ins Leben gerufen hat den Preis 2005 der Verleger Michael Grunert, der sich über die erfolgreiche Entwicklung der Auszeichnung freut. „Als Jurymitglied bin ich immer wieder über die tollen Geschäftsideen begeistert, mit denen sich junge Unternehmen bei uns bewerben.“

Als besonderes Highlight stellte Christiane Ram, Leiterin Wirtschafts- und Strukturförderung, auf dem Wirtschaftsforum die 50. Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Mannheim – Stadt im Quadrat“ 2020 vor. „Dieses Jubiläum ist wirklich ganz speziell. Seit 50 Jahren begleitet das Magazin Ereignisse in Mannheims Wirtschaft und präsentiert als Standortmagazin unsere Stadt deutschlandweit und auch im Ausland.“ Passend zu Mannheims bewegter Geschichte heißt das Schwerpunktthema der Jubiläumsausgabe „Mobilität – eine Stadt in Bewegung.

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Bildzeile:

Große Begeisterung über den Gewinn des MEXI: (v.l.) Alberto Zamora, Matthias Jungblut und Stefan Wawrzinek (Geschäftsführer osapiens services) gemeinsam mit Katharina Aschenbrenner und Lisa Wittmayer (Geschäftsührerinnen implacit) Foto: Proßwitz/Stadt Mannheim